König Oedipus Sophokles Theater Heidelberg
1. Teil der Antiken-Trilogie
Wiederaufnahme: 16.12.2006
Weitere Vorstellungen:
22.12.2006, 01.02., 04.05.2007 (z.l.M.)
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Oedipus auf Kolonos Sophokles/Jens Theater Heidelberg
2. Teil der Antiken-Trilogie
Premiere: 20.01.2007
Weitere Vorstellungen:
23.01., 31.01., 10.02., 23.03., 01.04., 02.04.2007,
03.05., 10.05.2007 (z.l.M.)
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Ladies Night Stephen Sinclair/Anthony McCarten Burgfestspiele Bad Vilbel
Generalprobe: 05.07.2007
Premiere: 06.07.2007
Weitere Vorstellungen:
07.07., 08.07., 24.07., 25.07., 26.07., 30.07., 31.07.2007,
01.08., 11.08., 14.08., 15.08., 16.08., 24.08., 26.08., 27.08., 28.08.2007
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Geburt in Düsseldorf. Abitur in Darmstadt. Studium der deutschen Sprache und Literatur, Schwerpunkt Theater und Medien, der Philosophie und der Soziologie an der FU Berlin und der Universität Hamburg. Praktika bei Radio Hamburg, beim ZDF in Mainz und beim Goethe-Institut in Accra/Ghana. Magisterarbeit zu Elfriede Jelinek.
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Regiehospitanz am Staatstheater Darmstadt. Regieassistenz am Staatstheater Mainz, Oberspielleitung Anna Badora, u.a. bei Peter Carp, Michael Helle, Antoine Uitdehaag, 1991-1993. Regieassistenz am Schauspielhaus Hamburg, Intendanz Frank Baumbauer, Chefdramaturgie Wilfried Schulz, u.a. bei Frank Castorf, Matthias Hartmann, Anselm Weber, Harald Clemen, Werner Schroeter, 1993-1995. Seit 1996 freie Regisseurin. Stipendiatin des Masterprogramms Arts Administration an der Universität Zürich ab 2006.
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| 2006 / 2007 |
Ladies Night Stephen Sinclair/Anthony McCarten
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Burgfestspiele Bad Vilbel |
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Oedipus auf Kolonos Sophokles/Jens
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Theater Heidelberg |
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Alte Freunde (Cloaca) Maria Goos
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Landestheater Neuss |
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| 2005 / 2006 |
Othello William Shakespeare
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Burgfestspiele Bad Vilbel |
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König Oedipus Sophokles (Heidelberger Fassung)
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Theater Heidelberg |
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| 2004 / 2005 |
Der Widerspenstigen Zähmung William Shakespeare
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Burgfestspiele Bad Vilbel |
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Der Streit Pierre Carlet de Marivaux
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Theater Lübeck |
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| 2003 / 2004 |
Chicken Sexing David Foster Wallace
Im Rahmen des Projektes Heroes/Helden
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Theaterdiscounter Berlin |
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Dantons Tod Georg Büchner
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Landestheater Tübingen |
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König Oedipus Sophokles (Tübinger Fassung)
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Landestheater Tübingen |
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| 2002 / 2003 |
Nomaden Ulrike Syha (Uraufführung)
Eingeladen zu den Mülheimer Theatertagen 2003
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Landestheater Tübingen |
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Leben des Galilei Bertolt Brecht
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Landestheater Tübingen |
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| 2001 / 2002 |
Norway Today Igor Bauersima
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Theater Lübeck |
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Andorra Max Frisch
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Volkstheater Rostock
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Tilt Georg Timber-Trattnig (Uraufführung)
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Theater Lübeck |
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| 2000 / 2001 |
Außer Kontrolle Ray Cooney
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Stadttheater Gießen |
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Spieler Torsten Buchsteiner (Uraufführung)
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Volkstheater Rostock |
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| 1999 / 2000 |
Das Tigerhuhn Javier Tomeo
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Schauspielhaus Hamburg |
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Kasimir und Karoline Ödön von Horváth
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Stadttheater Gießen |
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Die ehrbare Dirne Jean-Paul Sartre
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Theater Lübeck |
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| 1998 / 1999 |
Fette Männer im Rock Nicky Silver
Eingeladen zum Norddeutschen Theatertreffen Lübeck
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Theater Lübeck |
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Nora Henrik Ibsen
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Stadttheater Gießen |
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| 1997 / 1998 |
Klistier Kerstin Hensel (Uraufführung)
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Nationaltheater Mannheim |
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| 1996 / 1997 |
Das wilde Fest Joseph Moncure March
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Nationaltheater Mannheim |
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Gärten des Grauens Daniel Call (Uraufführung)
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Schauspielhaus Hamburg
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| 1995 / 1996 |
Dialog in D-Dur Javier Tomeo
Eingeladen zum Norddeutschen Theatertreffen Schwerin
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Schauspielhaus Hamburg
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Dussel und Schussel Ad de Bont
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Schauspielhaus Hamburg
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Heilige Emily Gertrude Stein
Szenische Lesung im Rahmen des Literatur-Theater-Fest
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Schauspielhaus Hamburg |
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| 1993 - 1995 |
Die Odyssee Stückentwicklung
Der große Putz Stückentwicklung
Leitung einer Jugendtheatergruppe
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Schauspielhaus Hamburg
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| 1992 / 1993 |
Von Schößen und Blößen Szenische Lesung
Erotische und pornographische Literatur von Frauen
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Staatstheater Mainz |
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| 1987 - 1989 |
Sechs Personen suchen einen Autor Luigi Pirandello
Der Balkon Jean Genet
Nachtgrün Stückentwicklung
Leitungsmitglied, Schauspielerin, Dramaturgin, Regieassistentin der Hamburger Freien Theatergruppe Maskon |
Kampnagel, Docks Reeperbahn, Fabrik Altona und andere Spielorte |
| Alte Freunde (Cloaca) Maria Goos Landestheater Neuss |
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Vier Freunde treffen sich nach 20 Jahren in der modern gestilten Wohnung von Pieter und reflektieren ihr Leben. ... Sie baden in Selbstmitleid, da bleibt für Selbsterkenntnis kein Platz. Regisseurin Corinna Bethge führt die Schauspieler agil durch die Textfülle und es gelingt, jeder Figur ein eigenes Profil zu geben. Die Schauspieler agieren und sprechen virtuos. ...es ist beeindruckend, wie das Theater aus dem kleinen Ensemble vier ideale Besetzungen zaubert.
Raik Singer ist Joep, der von einer politischen Karriere träumt, und gar nicht verstehen kann, dass er mit seiner Untreue und Egozentrik die ganze Familie gefährdet ein selbstgefälliger Beau, dem seine Freunde zum 40. Geburtstag eine Stripteasetänzerin, (hinreißend lasziv: Hergard Engert) verpackt in einer silbernen Rakete schenken. Ihr erzählt er völlig uninspiriert von der Schönen sein Leben und merkt erst spät, dass sie Russin ist und nichts versteht. Singer erweist sich einmal mehr als fabelhafter Darsteller.
Tim Knapper portraitiert angenehm diskret den schwulen Stadtangestellten Pieter, der Schwierigkeiten durch Bilderpräsente bekommt, deren unfassbaren Wert man erst später erkannte. Er bittet Tom um Rat. Jochen Ganser, neu im Ensemble, überzeugt als Anwalt, der gerade aus der Psychiatrie entlassen wurde und an seine Zukunft unrealistische Erwartungen stellt. Hermann Große-Berg spielt den Regisseur Maarten, der bei Joeps Tochter nicht nur das Talent entdecken will und bei der „Frau“ die Liebesdienste einfordert, mit radikaler Großkotzigkeit. Das nennt man Talent zum Drastischen, wie es auch die Regie in diesen Szenen praktiziert.
> Theater pur, November 2006 |
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Höhepunkt des Stückes ... war die fetzige Punkrockdarbietung, die die alten Zeiten der alten Freunde wiederbeleben sollte. Voller Komik war auch der Auftritt einer Stripperin... Lang anhaltender Applaus am Ende des Stückes honorierte die Mitwirkenden.
> Theaterring Wetzlar, 28.9.06 |
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Der niederländischen Autorin Maria Goos ist es gelungen, ... die Geschichte mit viel Witz und ausgefeilten Details zu erzählen. ... eine gelungene Inszenierung.
> Westdeutsche Zeitung, 25.9.2006 |
| Othello William Shakespeare Burgfestspiele Bad Vilbel |
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Diese Interpretation von Shakespeares Othello ist äußerlich sehr modern: Schußwaffen, militärisch gegenwärtige Züge und passende musikalische Einlagen. Doch im Inneren ist der alte, schöne Charakter erhalten geblieben. Die Dialoge sind teilweise in Vulgärsprache übersetzt, ... was aber nicht gezwungen oder verkrampft wirkt, sondern sich vielmehr perfekt in das Stück integriert ... Eine wirklich gelungenen und kreative Interpretation ins Moderne. ... Othello wird genial von Sebastian Wirnitzer gespielt. ... Sein Gegenspieler Jago ist genauso brilliant von Daniel Ris dargestellt. ... Das Stück (ist) ... ausgenommen spannend, witzig und unterhaltend ...
> Rhein-Main.Net, 06/06
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Anna Eger durfte ihre Desdemona in allem Facetten ausleben: als verliebte Kichererbse, als ahnungs- und arglose Gattin Othellos, die sich durchaus zu wehren weiß und ihrem Mann genauso entschieden begegnet wie ihrem Vater. ... Desdemona ist die interessanteste Figur der Inszenierung.
> FAZ, 24.6.06
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Corinna Bethge nimmt sich der Liebestragödie mit Konsequenz an, verzichtet nicht auf den Unterhaltungswert der Vorlage und mischt elisabethanisches Theater mit rotzfrecher Aktualität. ... Stark aufgewertet hat die Regie Jagos Frau Emilia (Katherina Poladjan). ... Sie rechnet intensiv mit der Männerwelt ab, so dass es konsequent erscheint, wenn sie im Gegensatz zum Original ihren Mann erschießt. Das Publikum reagierte positiv auf eine frische Inszenierung ...
> Gießener Anzeiger, 26.6.06
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Regisseurin Corinna Bethge hat eine sexy Othello inszeniert, den nicht gerade der Hauch der Klassik durchweht, der aber voller Dynamik steckt, und einige Schauspieler zu beachtlicher Leistung bringt... Die Regisseurin setzt Akzent auf den Zypernkrieg, in den Othello abkommandiert wird, eine Kriegskulisse, vor der jedoch ein ganz anderer Kampf ausgetragen wird der zwischen Emotion und Ratio. Viel Beifall...
> Frankfurter Neue Presse, 24.6.06
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Einen grandiosen Othello ... hat nun Corinna Bethge auf die Bühne der Bad Vilbeler Burgfestspiele gezaubert... Mit viel Situationskomik, einer zeitgemäßen Sprache, modernen Kostümen und viel Musik ... kommt dieser Othello alles andere als Altbacken daher... Mit großer Spielfreude sind ... die ... Darsteller dabei... Die Bühne von Mechthild Feuerstein besteht aus großen, silbernen Wellblechwänden. Palmen ... vermitteln mediterrane Wärme, auch fehlt der Strand Zyperns nicht.
> Kulturfreak.de, 06/06
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Ein genialer Einfall der Bühnenbildnerin ist die gigantische gelbe Spielwiese, auf der sich die Darsteller nur unsicher und stolpernd fortbewegen können.
> Main Echo, 26.6.06
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An so echte und schöne Liebesszenen ist man im Telenovela-Zeitalter gar nicht mehr gewöhnt. Innig und hocherotisch hat Regisseurin Corinna Bethge bei den Burgfestspielen die ersten Begegnungen zwischen dem ordenüberhäuften schwarzen General und der venezianischen Senatorentochter auf die Bühne gebracht.
> Frankfurter Rundschau, 24.6.06
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Othello in modernem Gewand. ... Der Vilbeler Aufführung des Stücks, das von Shakespeare als Eifersuchtsdrama angelegt ist, mangelt es nicht an Komik. ... Auch Facetten, die das ursprüngliche Werk birgt, wie Fremdenfeindlichkeit und Rassismus werden deutlich. ... Das Ensemble zeigt eine geschlossenen Leistung. ... Die Aufführung wurde mit Zwischenbeifall und anhaltendem Schlussapplaus honoriert.
> Wetterauer Zeitung, 24.6.06
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| König Oedipus Sophokles Theater Heidelberg |
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Am Heidelberger Theater spielt Christian Schulz den erfolgsverwöhnten Politiker, der sich in der Pose brutalstmöglicher Aufklärung gefällt. Die schrittweise Enthüllung der eigenen Schuld führt zu einer tiefgreifenden Verunsicherung ... Das Heidelberger Publikum war von dieser Deutung begeistert. ... Bethge inszeniert sehr konsequent ein Drama von Macht und Schicksal, Selbsterkenntnis und Verantwortung. ... (Sie) folgt der antiken Aufführungstradition, alle Rollen von vier Darstellern spielen zu lassen. Das Ergebnis ist eine sehr konzentrierte Darbietung.
> Darmstädter Echo, 24.1.06
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Schritt für Schritt offenbart sich in dieser wunderbar klaren, sachlichen, aber niemals spröden Inszenierung Corinna Bethges das göttlich gewollte Schicksal ... Christian Schulz verdeutlicht (die) Titelpartie von König Oedipus ... perfekt. ... Der Chor selbst kommt erst spät zum Einsatz- in Gestalt des Opernchors ... Seine befremdlich wirkenden Gesänge überhöhen den Abend, geben ihm die mythische Aura zurück, die der sachliche Inszenierungsstil ansonsten so gründlich vermeidet, wofür sich das Publikum mehr als dankbar erweist. Es feiert das Ensemble, das Inszenierungsteam und den eigens zur Premiere angereisten Walter Jens lange und ausgiebig. Ein vielversprechender Auftakt für die beiden kommenden Spielzeiten ...
> Rhein-Neckar-Zeitung, 23.1.06
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Ein Bild, wie man es auf der Titelseite eines Hochglanzmagazins finden könnte, Mette-Marit von Theben, Familie Clinton auf griechisch. ... Wie diese Schicksalhaften Verquickungen mit nahezu kriminalistischen Ermittlungen ans Licht kommen, ist in Heidelberg dank Regisseurin Corinna Bethge spannendes Theater. ... Die Menschen bekennen sich in dieser klaren und auf Mätzchen verzichtenden Inszenierung zu (ihrem) ... Leid und nehmen es heroisch auf sich. ... Walter Jens, der nicht nur persönlich anwesend war, sondern auch sichtlich zufrieden mit der Inszenierung am begeisterten Schlussapplaus teilnahm
> Mannheimer Morgen, 23.1.06
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In Heidelberg gelingt eine Oedipus-Inszenierung und Walter Jens freut sich. ... Ödipus ein zeitgemäßem Gewand, das ist schon alles und gleichzeitig ist es sehr viel. Denn die Regisseurin und ihre Ausstatterin Susanne Schwieter führen dieses Konzept stringent und mit größter Delikatesse durch. ... Christian Schulz (zieht) als Oedipus ... alle Register seiner Kunst. ... Die Heidelberger Inszenierung zeigt, wie ein altes Stück in durchdacht zeitgenössischem Gewand moderne Themen neu beleuchtet.
> Eberbacher Zeitung, 25.1.06
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| Der widerspenstigen Zähmung William Shakespeare Burgfestspiele Bad Vilbel |
Wer von der Eröffnungspremiere der 19. Bad Vilbeler Festspiele eine röhrende Geschlechterpolemik erwartet hatte, ... sah sich getäuscht: Thalia sei Dank! Die junge Regisseurin Corinna Bethge beschert mit Shakespeares früher Komödie Der widerspenstigen Zähmung stattdessen eine höchst beweglich-abwechslungsreiche Beziehungsgeschichte, die eine letzte Zweideutigkeit nie einbüßt. Auf diese Weise zeitigt sie ein wahreres Ergebnis als all die Inszenierungen mit Siegern oder Verlierern. ... Die Regisseurin hat nicht einen vergangenen Befund fixiert, um ihn dann triumphierend gegen das Heute untergehen zu lassen, sondern sie hat die Durchlässigkeit dieses "plots" zur Gegenwart bewiesen.
> Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.6.2005 |
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Feuriger Beifall des Premierenpublikums ..., mit dem das Ensemble und Regisseurin Corinna Bethge ... gefeiert wurden. Dies war vor allem der großartig inszenierten und von der Hauptdarstellerin Sophie Karolin Basse ebenso fulminant gespielten Schlussszene geschuldet, dem ... (nur scheinbar) als "Unterwerfung" zu deutenden Monologs Katharinas. ... Sophie Karolin Basse beweist als Katharina stets Bühnenpräsenz, bringt eindrucksvoll deren Gefühlswelten zur Geltung. ... Ausstatter Nikolaus Porz hatte als Kulisse ein karges Ferienambiente mit Villa, Schwimmbecken und Liegematen geschaffen, bei dem die Akteure immer wieder schwungvoll oder mit viel Mühe die Seitenbegrenzungen überklettern müssen. ... Dem gesamten Ensemble merkt man die immense Spielfreude an.
> Frankfurter Neue Presse, 9.6.2005 |
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Corinna Bethges Inszenierung ist ein Stück über unsichere Verhältnisse. Nicht allein in Liebesdingen, sondern auch über die Beziehung der unterschiedlichen Schwestern, die einander ebenso herzlich lieben wie hassen und dabei - jede auf ihre Weise - ihren Kopf durchsetzen. ... Der Stoff ist auf den ersten Blick "frauenfeindlich". Die Burg-Inszenierung kehrt ihn jedoch um - in eine Komödie starker Frauen unter etwas ungeschickten Männern. ... Immer wieder schleichen sich kleine komödiantische Kostbarkeiten in die Handlung ein. Die meisten der zahlreichen Premierenäste in der Burgruine traten ... mit vor Lachen feuchten Augen den Heimweg an.
> Wetterauer Zeitung, 9.6.2005 |
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| Der Streit Pierre Carlet de Marivaux Theater Lübeck |
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Der Streit von Marivaux kunstvoll aktualisiert in den Lübecker Kammerspielen. Wer sähe nicht fasziniert hin, wenn er Adam und Eva heimlich im Paradies beobachten könnte? ... Das Bild von den menschlichen Laborratten malen Bethge und Porz konsequent aus, einschließlich Lockpfiff und Fütterung durch die Klappe. ... Besonders Anne Weinknecht gelingen während ihrer exemplarischen Selbsterkundung am Plastikfolien-Teich anrührende und komische Momente. ... Spannend wird es..., wenn das Experiment außer Kontrolle zu geraten droht und die Geschöpfe aus dem Käfig entkommen: Willkommen in der Truman-Show.
> Kieler Nachrichten, 26.5.2005 |
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Von einer Art VIP-Lounge aus verfolgen der Prinz und Hermiane, beide elegant gewandet, das unten von den beiden Erziehern in weißen Kitteln geleitete Experiment, dem die zunächst so unbefangenen jungen Leute in weißen Shorts und Shirts ausgesetzt werden. ... Verantwortlich für die Inszenierung: Corinna Bethge. Vor sechseinhalb jahren debütierte sie in Lübeck mit dem heftigsten aller hier gezeigten Trash-Stücke, Fette Männer im Rock. Dass sie jetzt dem Streit mit subtilen Mitteln gerecht wird, zeigt die Vielseitigkeit dieser Regisseurin.
Lübeckische Blätter, 11/2005 |
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Die Zeitlosigkeit des Stoffes findet sich in der Inszenierung wieder. ... Der Eindruck von Versuchsanordnung und Paradies wird durch die Kulisse gefördert. ... Die Zuschauer sind dabei Teil des Experiments, schaue sie doch nicht nur auf die Versuchspersonen, sondern auch auf sich selbst, wenn es darum geht, menschliches Verhalten zu erkennen. ... Das Hin und Her ist von Regisseurin Corinna Bethge spannend in Szene gesetzt.
> Segeberger Zeitung, 19.5.2005 |
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Corinna Bethge inszeniert ... mit leichter Hand und Sinn für die komischen Aspekte, ohne jedoch eine Klamotte aus dem im Grunde doch so ernsten Stück zu machen. Sie zeigt die Strukturen dieser zynisch-eleganten Komödie auf, die Parallelen zur Gegenwart mit dem alltäglichen Primat der Eigenliebe werden deutlich, ohne dass die Regisseurin dabei den moralischen Zeigefinger heben muss. Die klar gezeichneten Bilder der von Nikolaus Porz sinnvoll gestalteten Bühne entwickeln eine große Aussagekraft, die Textlastigkeit des Stückes wird elegant überspielt... Ein sehr sehenswertes Stück, gekonnt und intelligent auf die Bühne gebracht: Ein würdiger Abschluss der Schauspiel-Saison, der mit lang anhaltendem Beifall belohnt wurde.
> Lübecker Nachrichten, 15./16.5.2005 |
| Oedipus auf Kolonos Sophokles/Jens Theater Heidelberg |
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Posen der Humanität ... Die Sache ist einfach und sie hat eine klare politische Botschaft. König Oedipus kommt nach Kolonos, um nach zehn Jahren des Herumirrens den im Orakel bestimmten Ort seines Todes zu finden. König Theseus beschützt ihn, als Kreon ihn nach Theben zurückholen will, um die Macht zu sichern, und aus diesem Grund die Töchter Antigone und Ismene entführt. Für das Recht eines Fremden riskiert er den eigenen Frieden...
Dramatisch ist diese Handlung weniger ergiebig als der Enthüllungskrimi in König Oedipus. Die Bearbeitung von Walter Jens tut gut daran das Geschehen zu straffen. ... Das hilft bei der Konzentration auf das Widerspiel der Kräfte, die Corinna Bethges Heidelberger Inszenierung entwickelt. Die Regisseurin hatte König Oedipus als psychologisch grundiertes Politdrama bemerkenswert spannend entwickelt. Jetzt liefert sie den Epilog nach: Eine sehr präzise Arbeit, für die Vinzenz Gertler ein hölzernes Halbrund entworfen hat, dessen Stufen die Bühne zum Zuschauerraum hin öffnen. Die Zuschauer werden nach Kolonos eingemeindet, der Chor ist aus Heidelberger Bürgern besetzt, das Thema des Stückes ist gegenwärtig.
Die schlichte Lektion wäre langweilig, würde Corinna Bethge das Verhältnis von guten Herrschern und finsteren Widersachern nicht ein wenig durcheinanderbringen. Mit milder Ironie zeigt sie, dass Theseus und Kreon nicht weit voneinander entfernt sind: Der Theseus von Björn Bonn ist ein glatter Medienmensch, bei dem man den Verdacht nicht los wird, er setze sich für Oedipus nur deswegen ein, weil die Pose der Humanität ihn gut aussehen lässt. Klaus Cofalka-Adami spielt der Kreon als politischen Taktierer. Den Oedipus lässt Christian Schulz bei aller tragischen Größe sehr menschlich erscheinen, wenn es sich als mürrisch gewordenen Alter über die Bühne tastet, und die Töchter Antigone (Monika Wiedemer) und Ismene (Ute Baggeröhr) lassen ahnen, dass es mit einem solchen Vater nicht einfach ist.
Gut 90 Minuten dauert dieser vom Publikum begeistert aufgenommene Abend, der seine Spannung weniger aus der Handlung bezieht als aus dem sorgfältig gearbeiteten Detail. ... In Verbindung mit Bethges Inszenierung von König Oedipus ..., die am Ende als Video zitiert ist und die wieder in den Heidelberger Spielplan aufgenommen wird, ergibt sich ein interessantes Sophokles-Doppel.
> Darmstädter Echo, 29.01.2007
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Christian Schulz, kahlgeschoren, spielt (Oedipus) eindrucksvoll, ein Schmerzensmann, der um Erlösung bittet, ohne kniefällig zu werden. ... Er darf an diesem Abend zeigen, was ihn im Innersten bewegt. Noch im tiefsten Leid respektiert er den Willen der Götter, der ihn zwingt auch dort das Sinnvolle zu behaupten, wo es für den Außenstehenden durch Abwesenheit glänzt.
> Mannheimer Morgen, 22.01.2007
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Vom Publikum herzlich gefeiert. ... Wie schon bei Koenig Oedipus in der vergangenen Spielzeit hat auch diesmal wieder Corinna Bethge die Regie übernommen, und wie damals wird auch jetzt wieder die klare, unverschnörkelte Übersetzung von Walte Jens gespielt. Teil eins und zwei hat Corinna Bethge geschickt miteinander verknüpft, nicht zuletzt durch die am Schluss projizierten Szenen aus König Oedipus.
... Antigone stützt ihren depressiv gestimmten Vater, dem Christian Schulz eine starke Bühnenpräsenz verleiht. Der Schauspieler, der schon im vergangenen Jahr im Mittelpunkt der Sophokles-Inszenierung stand (sie wurde in dieser Saison wiederaufgenommen) wuchert mit den Pfunden seines darstellerischen Potentials. Er arbeitet die Feinheiten des Textes heraus, gibt den Gedanken Tiefe und Transparenz... der Chor, besetzt mit Heidelberger Bürgerinnen und Bürgern und angeleitet von Alexander Peutz, (wird) zum intensivsten Partner der Titelfigur. ... Wenn er in seiner berühmten nihilistischen Passage skandiert, es sei das Höchste, nie geboren zu werden, geht das tief unter die Haut.
... Björn Bonn zeigt ... als Theseus ein Smiley-Lächeln, als hätte man ihn gerade frisch auf einen Bürgermeister-Sessel gewählt. Und Klaus Cofalka-Adami stoibert mit seiner zerfurchten Stirn so sehr um die Rückgewinnung von Macht und Einfluß, dass die alte Griechentragödie auf einmal hochaktuell erscheint. ... Herzlicher Premierenbeifall vor allem für den eigens aus Tübingen angereisten Walter Jens.
> Rhein-Neckar-Zeitung, 22.01.2007
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Video aus der Unterwelt. ... Noch während der Zuschauer seinen Sitz sucht, sieht er Oedipus und Antigone in der Bühnenlandschaft umherirren und weiß nicht recht, wer sich da an wen klammert. Dann, am Ziel angekommen, erkennt man, dass der zerlumpte, blind gewordene Oedipus an Antigone hängt, hört und sieht ihn jubeln, als er nach zehn Jahren endlich in Kolonos den Ort seiner letzten Ruhe zu finden meint. Im Freudentaumel streichelt er das Gesicht von Antigone. Es ist ein zärtlicher Moment zwischen Vater und Tochter, so manchen Zwischenton verspricht dieser Augenblick...
Nur ist das mit der letzten Ruhe, wohl schon damals, nicht so einfach. Das Volk widersetzt sich. Zehn Heidelberger Bürger stürmen als Chor die Bühne, Oedipus wird des Landes verwiesen. Im Kostüm des Chorführers könnte auch ein Einbürgerungsbeamter stecken, von Antike keine Spur, wir sind im Heute und die Situation trotz des fremden Sprachklangs wohl bekannt: Die, die aufnehmen spielen Richter über jene, die aus Verhältnissen kommen, in denen sich die Richtenden nicht bewähren mussten. Noch einmal muss Oedipus im Einbürgerungsmachtspiel seine Geschichte aufrollen.
... Wie Bettler stehen Oedipus (Christian Schulz) und Antigone (Monika Wiedemer) da. Ute Baggeröhr als Ismene ist dagegen die kokette Schwester im kleinen Schwarzen, die sich nicht scheuen wird, gleich dem König Theseus schöne Augen zu machen. ... Schon stürmt Theseus (Björn Bonn) die Bühne, das Volk jubelt, als wäre er der JFK der Antike. ... Kreons Auftritt, ebenfalls geschniegelt, kurzes Händeschütteln mit Theseus, fehlt nur das Blitzlichtgewitter. Die Könige von einst sind zu modernen Staatsmännern mutiert, zeigen sich dem Volk als einvernehmliche Händeschüttler. ... Oedipus wirkt zwischen den Herrschern wie ein Wahnsinniger aus einer anderen Welt, in der es noch Gefühle gibt.
... Oedipus steigt die Treppe hinab ins Totenreich. Es wird ein Video aus der Heidelberger Inszenierung des ersten Teils eingespielt: Oedipus’ Leidenschaft für seine Frau und Mutter, Blut, Liebe, Vatermord. So als dürfte man dem Sterbenden ins Gedächtnis sehen und träfe dort auf die Schlüsselbilder seines Lebens. Wenn schließlich der Chorführer (Alexander Peutz) aus den Tiefen wiederkehrt und von Oedipus Sterben berichtet, wirkt der Zauber einer dunklen Unterwelt. Weit entfernt von der Persiflage der Machtmenschen wird in seinem Zeugenbericht endlich dem Ungeheuren Ehre gezollt.
> Frankfurter Rundschau, 23.01.2007
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Inzest, Machtkampf, Tod! ... Zusammen mit den weitaus bekannteren Tragödien Antigone und König Oedipus aus Sophokles’ Feder bildet Oedipus auf Kolonos eine Trilogie, die sowohl das persönliche Schicksal der Figuren thematisiert, als auch politische und gesellschaftliche Fragen aufwirft. Walter Jens’ Übertragung in modernes, leicht verständliches Deutsch lässt diese hochaktuell erscheinen. Dabei ist es Jens gelungen, die sprachliche Rhythmik der Originalfassung zu bewahren. Auch die Inszenierung unter Regie von Corinna Bethge spart sich jede Historisierung des Stoffes, so dass sich die in Oedipus auf Kolonos verhandelten moralischen Fragen dem Zuschauer im Licht aktueller gesellschaftlicher Debatten stellen.
Das Bühnenbild, von Vinzenz Gertler in moderner Schlichtheit gestaltet, ohne dabei karg zu wirken, umrahmt den politischen Machtkampf auf der Bühne ebenso zeitlos. Christian Schulz brilliert in der Rolle des Oedipus... Auf der Städtischen Bühen wird der gesamte Oedipus-Mythos in der Bearbeitung von Walter Jens ... zu sehen sein: König Oedipus, im letzten Jahr stürmisch gefeiert, wird ... wieder aufgeführt, und im nächsten Jahr wird mit Antigone die Geschichte zuende erzählt.
> Ruprecht, Januar 2007
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